Peter Woelck, Ureinwohner der Kastanienallee, lebt hier nicht mehr. Leise und unbemerkt ist er verstorben, der Krebs raffte ihn am 1. März dahin. Die Fenster seiner ehemaligen Erdgeschoss-Wohnung an der Ecke zur Schwedter Straße sind nun frisch geputzt, weg sind Woelcks Fotografien, die seit Mitte der 80er an den Scheiben klebten. Wenn man jetzt durch die hohen Fenster ins Innere des einstigen Wohnateliers blickt, sieht man gelangweilte Verkäufer, die darauf warten, dass sich Passanten für ihre Klamotten interessieren. Aber interessant ist das alles nicht – spätestens, seit Woelck weg ist.
UPDATE: Soeben hat der Businessmanager der Mode-Boutique angerufen, in der sich noch bis vor kurzem Peter Woelcks Wohnatelier befand. Wütend Enthusiastisch wies er darauf hin, dass seine Verkäufer keineswegs gelangweilt darauf warten, dass sich Passanten für ihre Klamotten interessieren. Wir glauben es ihm.
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